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Auf Gott vertrauen

Sonntag, 17. März 2019
39 Minuten

Auf Gott vertrauen

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Im Psalm 16 steht ein bemerkenswerter Satz: "Der Herr ist mein Gut und mein Teil. Du hältst mein Los in deinen Händen." Diese Worte waren vor 38 Jahren der Trauspruch, und damals war nur ein Gedanke wichtig: "Das Los ist mir gefallen aufs Lieblichste." Alles andere kam erst später – und mit den Jahren wurde deutlich, wie sehr dieser Satz trägt.

Wenn du auf die Generationen zurückblickst, siehst du Gottes Hand überall: Großeltern, die im Kaukasus durch Revolution und Enteignung bewahrt wurden. Eltern, die als kleine Kinder in Viehwaggons nach Sibirien verschickt wurden, im Spätherbst bei minus 15 Grad im freien Feld ausgesetzt – und dennoch überlebten. Durch Hungertod, Wölfe und Menschen, die schlimmer waren als Wölfe, hat Gott sie getragen. "Du tust mir kund den Weg zum Leben" – manchmal begreifst du das nicht, manchmal gibst du gar keine Acht darauf. Aber Gott tut es dennoch.

Auch du wirst Phasen durchlaufen, in denen vieles fremd oder unwichtig erscheint. Aber später wirst du feststellen: Nicht Bildungsminister, Lehrer oder Vorgesetzte zeigen dir den Weg zum Leben, sondern der allmächtige Gott, der über dir wacht. Die Frage ist nur: Welche Rolle spielt Gott in deinem Leben? Richtest du dich danach oder hältst du es für Märchen?

Petrus schreibt in 1. Petrus 1,7, dass unser Glaube kostbarer ist als geläutertes Gold – weil dieser Glaube uns zu einem Erbteil führt, das wir noch nicht sehen können. Du bist ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, berufen aus der Finsternis in sein wunderbares Licht. Das ist dein Erbe, köstlicher als alles Vergängliche um dich herum.

Oft rennst du von Termin zu Termin, hämmst gegen verschlossene Türen – dabei hat Gott längst die andere Tür geöffnet. Du musst dich nur umdrehen. Durch die Masse an Informationen, die heute auf dich einströmen, hast du oft weder Ohr noch Blick für das, was der Herr dir sagen möchte. "Ich lobe den Herrn, der mich beraten hat. Auch mahnt mich mein Gewissen des Nachts" – höre auf diese Stimme. Wenn du dein Gewissen zum Schweigen bringst, lässt es dich irgendwann in Ruhe. Aber die Rechnung kommt immer, und sie ist oft schmerzlich.

Gott will keine Marionetten. Er will, dass du ihm vertraust und folgst. Wenn der Herr dein Los, dein Schicksal in seiner Hand hält – was kann dir Besseres passieren? Menschen nutzen dich aus, aber in Gottes Hand bist du geborgen. Das heißt nicht, dass du keine Probleme haben wirst. Aber mit dem Herrn an deiner Seite ist das ein riesengroßer Vorteil.

Was Gott von dir will, ist nicht, dass du besser bist als andere. Er will Gehorsam und Treue. Im Aufrichtigen lässt es Gott gelingen.

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