Jesus sagt in Johannes 14: "Euer Herz erschrecke nicht." Mitten in einer Welt voller beunruhigender Nachrichten, Völker, die sich gegeneinander erheben, und persönlicher Unsicherheiten spricht er diese Worte zu seinen Jüngern – und zu uns heute. Petrus stand damals vor einer tiefen Glaubenskrise, als Jesus ihm voraussagte, dass er ihn dreimal verleugnen würde. Doch genau in diese Situation hinein gibt Jesus eine Hoffnung: "In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten."
Der Hebräerbrief bringt es auf den Punkt: "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." Doch wenn du ehrlich bist – lebst du wirklich mit dieser Ewigkeitsperspektive? Oder sind deine Gedanken meistens mit Arbeit, Familie, Alltagssorgen und vielleicht dem nächsten Urlaub beschäftigt? Es ist so leicht, sich in diesem Leben einzurichten wie in einem gemütlichen Schaukelstuhl, sich zurückzulehnen und das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren.
Die ersten Christen lebten mit einem viel stärkeren Bewusstsein dafür, dass diese Welt nur eine Durchgangsstation ist. Sie wussten: Erfolg, Gesundheit, Glück – alles ist bestenfalls das Zweitwichtigste. Nichts davon nimmst du mit ins Grab. Doch heute sehen wir das Hier und Jetzt oft als das Endgültige an. Wir planen unsere Zukunft, bauen Häuser, gründen Familien – aber wo bleibt die Sorge darum, wo wir unsere Ewigkeit verbringen werden?
Das Wort "suchen" in Hebräer 13,14 bedeutet im Griechischen eigentlich "erwarten" – es drückt eine Gewissheit aus, keine unsichere Hoffnung. Du musst nicht im Ungewissen tappen, ob du den Himmel erreichst. Jesus hat draußen vor dem Tor gelitten, an einem unreinen Ort, um dir vollkommene Erlösung zu erwirken. Der Heilige Geist gibt Zeugnis, dass du Gottes Kind bist. Diese Heilsgewissheit unterscheidet den christlichen Glauben von allen anderen Religionen.
Vielleicht baust du dein Glaubensfundament auf Gefühlen auf, zweifelst ständig an deiner Errettung. Doch Gott hat uns nicht errettet, weil wir so gut sind, sondern weil er gnädig ist. In 1. Johannes 5,13 steht nicht "damit ihr hofft", sondern "damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt". Jesus ist der Anker deiner Seele, der dich davor bewahrt, von Gott abzudriften. Niemand, der ehrlichen Herzens zu ihm kommt, wird abgewiesen. Du fällst nie tiefer als in Gottes Hand – lass los und vertraue darauf, dass er dich auffängt.
