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Was hat die Bibel zu ihrer Verteidigung zu sagen?

Sonntag, 23. Dezember 2018
1 Std. 18 Min.

Was hat die Bibel zu ihrer Verteidigung zu sagen?

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Die Bibel selbst gibt uns klare Anweisungen, wie wir unseren Glauben verteidigen sollen – und das unterscheidet sich fundamental von dem, was heute oft praktiziert wird. In 1. Petrus 3,15 steht der entscheidende Auftrag: "Haltet den Herrn Christus in euren Herzen heilig und seid allezeit bereit, euch gegen jedermann zu verantworten." Bemerkenswert ist, dass Petrus hier aus Jesaja 8 zitiert, wo es um Jahwe geht – er setzt Jesus also mit dem Gott des Alten Testaments gleich. Das bedeutet: Wenn du deinen Glauben verteidigst, darfst du Jesus niemals beiseite setzen oder so tun, als wäre die Bibel nicht die höchste Autorität.

Römer 1,18-22 offenbart etwas Entscheidendes über jeden Menschen: Gott hat jedem ein inneres Wissen gegeben, dass er existiert, und durch die Schöpfung ein äußeres Zeugnis. Doch der gefallene Mensch hält diese Wahrheit aktiv nieder – nicht aus intellektuellen Gründen, sondern weil er moralisch nicht will, dass es Gott gibt. Die Bibel nennt das närrisch. Selbst hochintelligente Menschen können in dieser Hinsicht Narren sein, weil sie gegen ihr besseres Wissen handeln.

Das Problem ist nicht mangelnde Beweise. Niemand braucht wissenschaftliche Argumente, um an Gott zu glauben – jeder weiß bereits, dass er existiert. Das zeigen auch Aussagen bekannter Atheisten wie Jean-Paul Sartre oder Thomas Nagel, die offen zugeben: "Ich will nicht, dass es Gott gibt." Es ist eine Herzensangelegenheit, keine intellektuelle.

Deshalb ist die gängige Methode, die Bibel beiseite zu legen und auf "neutralem Boden" zu argumentieren, selbstzerstörerisch. Neutralität gibt es nicht – wer vorgibt, neutral zu sein, hat bereits eine Weltanschauung. Jesus selbst sagt: "Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich." Wenn du also deine christlichen Überzeugungen aufgibst, um jemanden zu überzeugen, gibst du genau das auf, was du verteidigen solltest.

Die biblische Methode ist anders: Du zeigst, dass ohne Gott überhaupt nichts Sinn ergibt – nicht Logik, nicht Wahrheit, nicht Moral. Selbst der Zweifel an Gott setzt Gott voraus, denn Zweifel setzt Wahrheit voraus, und Wahrheit gibt es nur mit Gott. In Sprüche 26,4-5 steht die Strategie: Antworte dem Narren nicht gemäß seiner Torheit (gib seine Voraussetzungen nicht zu), aber antworte ihm gemäß seiner Torheit (zeige ihm, wie absurd seine Position ist).

Das bedeutet praktisch: Wenn jemand sagt "Es gibt keine absolute Wahrheit", fragst du: "Ist das absolut wahr?" Wenn jemand Widersprüche in der Bibel behauptet, fragst du: "Woher nimmst du die Gesetze der Logik, die du gerade benutzt? In deinem materialistischen Universum können sie nicht existieren – sie sind immateriell, überall gültig und unveränderlich. Das passt nur zu Gott."

Die einfachste Form dieser Apologetik ist, biblische Wahrheiten direkt anzuwenden. Wenn jemand sagt "Ich glaube nicht an Gott", antwortest du: "Du weißt genauso gut wie ich, dass Gott existiert. Du willst es nur nicht wahrhaben. Der Unterschied zwischen uns ist: Ich bekenne Gott, du bekämpfst ihn."

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