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Abendmahl - gegen das Vergessen

Samstag, 23. März 2013
32 Minuten

Abendmahl - gegen das Vergessen

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Jesus Christus hat uns das Abendmahl gegeben als ein Mittel gegen das Vergessen. Zu oft vergessen wir als Christen, was er wirklich für uns getan hat, welches Leid er auf sich genommen hat, damit wir Vergebung unserer Sünden erlangen können. Das Abendmahl ruft uns zurück zu diesem Zentrum unseres Glaubens.

In 1. Korinther 11,24-25 lesen wir die Einsetzungsworte Jesu: "Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das tut zu meinem Gedächtnis." Jesus feierte dieses erste Abendmahl direkt nach dem Passahfest mit seinen Jüngern – und die Parallelen sind bedeutsam. So wie das Passahlamm die Befreiung Israels aus Ägypten symbolisierte, so wurde Jesus selbst zum Lamm Gottes, das ohne Fehl war und für unsere Erlösung geopfert wurde.

Das Abendmahl trägt mehrere Bedeutungsebenen in sich: Es ist ein Einheitsmahl, das uns als einen Leib Christi zusammenbringt (1. Korinther 10,17). Es ist ein Gedächtnismahl, bei dem wir bewusst an Jesu Opfer denken. Es ist ein Verkündigungsmahl, durch das wir seinen Tod verkündigen, bis er wiederkommt. Und es ist der Tisch des Herrn – ein Altar, an dem wir unser Opfer von Lob, Dank und Anbetung darbringen.

Doch mit diesem Mahl kommt auch Verantwortung. Paulus ermahnt die Korinther, weil sie das Abendmahl unwürdig feierten – nicht weil sie als Menschen unwürdig waren, sondern weil ihre Art und Weise lieblos und rücksichtslos war. Sie aßen ohne aufeinander zu warten, die einen waren satt und betrunken, während andere hungrig blieben. Das entsprach nicht dem Geist der Gemeinschaft, den Jesus beabsichtigte.

Deshalb fordert uns 1. Korinther 11,28 auf: "Der Mensch prüfe aber sich selbst und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch." Diese Selbstprüfung bedeutet: Stehe ich mit meinen Geschwistern im Frieden? Bin ich jemandem schuldig geworden? Matthäus 5,23-24 macht deutlich: Wenn dir einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, versöhne dich erst, bevor du dein Opfer bringst.

Das Abendmahl ist ein Mahl der Versöhnung – mit Gott und untereinander. Es öffnet die Tür zu echter Gemeinschaft, wenn wir bereit sind, Vergebung zu empfangen und weiterzugeben. Nutze diese Gelegenheit, um mit Gott und deinen Mitmenschen ins Reine zu kommen. Lass nicht zu, dass das Abendmahl zur bloßen Routine wird, sondern feiere es in tiefer Dankbarkeit für das, was Christus für dich getan hat.

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